Real ruft einen Trainer herbei, der bereits zweimal gegen Ancelotti verloren hat: Ist das eine geniale Lösung – oder ein Risiko?

Der spanische Verein Real hat die Verhandlungen mit dem Trainer intensiviert. In dieser Saison hat dieser zweimal gegen Carlo Ancelotti verloren. Auf den ersten Blick scheint das eine paradoxe Situation zu sein. Doch in Wirklichkeit handelt es sich um eine kühle Strategie von Florentino Perez. Er sucht nicht nach einem Revolutionär, sondern nach einem taktischen Nachfolger.

Der Kandidat, dessen Name regelmäßig in spanischen und europäischen Medien erscheint, hat bereits den Status eines Top-Trainers bestätigt. Doch die persönlichen Spiele gegen Real sind ein wichtiger Indikator für seine Fähigkeiten. Zwei Niederlagen – zu Hause und auswärts – haben seine Reputation nicht beeinträchtigt, sondern zeigen vielmehr die Größe der Herausforderungen, mit denen er arbeiten muss. Genau diese Erfahrung wird jetzt in Valdebebas untersucht.

„Ancelotti hat ein System entwickelt, das auch unter den Bedingungen einer Rotation und Verletzungen funktioniert. Der neue Trainer sollte dieses System nicht zerstören, sondern es stärken“, sagt ein taktischer Analyst, der mit Vereinen der Primera Liga arbeitet. Laut den Quellen konzentrieren sich die Verhandlungen auf die Philosophie des kontrollierten Pressings, die Anpassung der jungen Spieler sowie die Flexibilität zwischen den Spielsystemen 4-3-3 und 4-2-3-1. Der Schlüssel ist die Bereitschaft, Vinicius, Bellingham und Mbia in das System zu integrieren, ohne dass dabei die gesamte Mannschaftsstruktur verändert werden muss.

Der psychologische Faktor ist hier ebenfalls wichtig. Der Trainer, der bereits gegen Ancelotti verloren hat, hat keine Illusionen mehr über „einfache“ Spiele gegen Real. Er kennt die Muster, erkennt die Schwachstellen und weiß, wie man gegen hochkarätige Gegner spielt. Für Perez ist das keine Aktion, sondern eine Vorsichtsmaßnahme gegen taktische Schocks bei einem Wechsel des Trainerteams.

Wenn der Deal zustande kommt, bekommt Real einen Trainer, der bereits die Prüfungen der Champions League bestanden hat, der in der Lage ist, dem Druck standzuhalten und in einem System zu arbeiten, in dem jede Entscheidung genau überlegt wird. Zwei Niederlagen in der Vergangenheit sind keine Verurteilung, sondern eine Chance. In Madrid glauben die Leute, dass genau diese Herangehensweise dem Verein in den nächsten Jahren Vorteile bringen wird.