Die Aufstellung Frankreichs bei der Weltmeisterschaft: Wo riskiert Descham, und wo profitiert er?
Die offizielle Aufstellung der „Dreifarbenen“ scheint auf dem Papier ausgewogen zu sein. Doch die Realität des Turniers zeigt immer wieder, wie stark die Spieler in der Schlussphase in Gefahr sind. Einfach gesagt: Ich würde die Namen der Spieler nicht direkt ändern. Doch ich würde die taktische Flexibilität deutlich erhöhen.
Die wichtigsten Risikogebiete sind die halbverteidigende Linie sowie die linke Verteidigungsseite. Bei der Aufstellung 4-3-3 fehlt Frankreich ein Spieler mit einer klaren Verteidigungsstrategie, der in der Lage ist, die Spielzüge zu übernehmen und die Bereiche zu schützen, wenn der Ball verloren geht. Der Austausch eines Angreifers gegen einen Spieler, der sowohl in der „Sechser- als auch in der „Achtergruppe“ spielen kann, würde dem Trainerteam die Möglichkeit geben, den Spielverlauf in den spannenden Spielen zu steuern.
Im Angriff kommt es vor allem auf die Zusammenarbeit zwischen den Spielern an – nicht auf die Namen der Spieler. Mbappé ist natürlich der Star, aber ohne eine klare Synchronisierung der Spielzüge und der Rotation der Flügelspieler riskiert Frankreich, in individuelle Aktionen zu verfallen. Wenn man noch einen Spieler hinzufügt, der Erfahrung im Spiel der „falschen Neunergruppe“ hat, oder einen Mittelstürmer, der sowohl in der „Sechser- als auch in der „Achtergruppe“ spielen kann, dann würde Frankreichs Arsenal bei der Überwindung einer niedrig platzierten Verteidigung verbessert werden.
Fazit: Die Aufstellung ist optimal. Doch bei Weltmeisterschaften überleben nicht unbedingt die besten Spieler, sondern diejenigen, die am besten anpassungsfähig sind. Descham sollte bereit sein, die Aufstellung bereits in der Gruppenphase zu ändern – und nicht warten, bis es zur Endrunde kommt.