Die beste Angriffslinie – die schlechteste Verteidigung: Ein Paradoxon, das sich ereignete, als Lechia aus der Ekstraklasa ausschied.
Die beendete Saison der polnischen Ekstraklasa brachte der Fußballwelt eine echte Statistik-Anomalie. Gdańsk-Lechia zeigte eine phänomenale Leistung: Sie erzielte 62 Tore und teilte damit den ersten Platz in der Tabelle mit dem neuen Meister – Posen-Lechia. Doch die Verteidigung der Mannschaft wurde zum Problem: 65 Gegentore – das schlechteste Ergebnis in der Liga. Letztendlich war Lechia ein bemerkenswertes Beispiel in der Geschichte des Turniers: Eine Mannschaft mit der besten Angriffslinie schaffte es in die erste Liga.
Die Polen haben die klassische brasilianische Fußballweisheit ironisch umgesetzt. In ihren Worten klingt das Motto äußerst ehrlich: „Sie werden uns so viele Tore erzielen, wie Sie wollen – und wir werden auf dasselbe antworten.“ Die Saison hat gezeigt, dass in dem modernen Fußball das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Spielphasen wichtiger ist als die einzelnen Statistikrekorde.