Die Stühle auf dem Platz von „Bernabeu“ – ein Zeichen der Unterstützung oder der Abschied?

In der letzten Spielrunde schmückten die Fans von „Santiago Bernabeu“ die Tribünen mit symbolischen leeren Stühlen, die David Alaba gewidmet waren. Das Bild des Spielers verbreitete sich sofort in den sozialen Medien und löste Spekulationen über „das letzte Spiel“ des Österreichers für „Real“ aus. Doch im Verein wird die Situation anders interpretiert.

Alaba versucht weiterhin, sich von den Verletzungen zu erholen, die er im Dezember 2023 erlitten hat. Sein Vertrag läuft bis zum Sommer 2026, und die medizinische Abteilung berichtet von stabilem Fortschritt. Es gibt keine Verhandlungen bezüglich einer vorzeitigen Kündigung oder eines Transfers.

Für die Fans aus Madrid sind die Stühle keine Totenbeschwörung, sondern eine Metapher für die Plätze, die für die Startelf reserviert sind. Solche Aktionen wurden bereits von Modric und Mendy in Zeiten von Verletzungen durchgeführt. Jedes Mal bekamen die Fans eine Antwort auf höchstem Niveau.

Carlo Ancelotti betonte im vor dem Spielen stattfindenden Treffen: „David ist eine Schlüsselfigur in unserer Verteidigung. Wir drängen nicht, aber wir glauben an seine Qualitäten und Professionalität.“ „Real“ setzt auf die individuelle Rehabilitation, um vor dem entscheidenden Teil der Saison keine weiteren Verletzungen zu riskieren.

Die symbolischen Stühle auf dem Platz von „Bernabeu“ sind eine Erinnerung daran, dass in dem modernen Fußball Geduld genauso wichtig ist wie der sofortige Erfolg. Wenn Alaba auf den Rasen tritt, werden die Stühle den Fans weichen. Bis dahin wartet Madrid ab – und weiß, dass große Rückkehrversuche immer mit Stille auf den Tribünen beginnen.