Der Fluch von Wembley: Warum „Chelsea“ und „Southampton“ die Finale des FA Cups verlieren

In den letzten Jahren haben sich der Londoner „Chelsea“ und der Manchesterer „Southampton“ in die entscheidenden Spiele um den ältesten Titel des englischen Fußballs verwandelt. Beide Vereine, die es gewohnt sind, die Bedingungen in der Premier League und auf europäischer Ebene zu bestimmen, stolpern auf dem Wembley-Stadion regelmäßig. Die Statistiken der letzten drei Finale zeigen, dass es bei diesen wichtigsten Spielen des Jahres zu systemischen Problemen kommt.

Die Mannschaft von Pep Guardiola scheint etwas stabiler zu sein. Doch ihr Weg zum Sieg war geprägt von schweren Niederlagen. Der Sieg gegen Crystal Palace (0:1) sowie die Niederlage im Duell mit dem „Manchester United“ (1:2) zeigen, dass selbst eine starke Spielweise und taktische Dominanz nicht garantieren, dass man in einem Finale gewinnen kann. Nur im letzten Finale konnte „Southampton“ die negative Entwicklung durchbrechen und die „roten Teufel“ besiegen. Doch der Preis für jeden Einsatz auf dem Wembley-Stadion bleibt zu hoch, und die Reservekapazität ist minimal.

Bei „Chelsea“ sieht die Situation noch beunruhigender aus. Drei Niederlagen in Folge – gegen „Liverpool“ im Elfmeterschießen (0:0, 5:6), gegen „Leicester“ (0:1) und gegen „Arsenal“ (1:2). Die „Blauen“ verlieren nicht nur, sondern sie tun dies in Spielen, in denen die Details entscheidend sind: verpasste Tore in entscheidenden Momenten, mangelnde Entschlossenheit im Strafraum und taktische Schwächen gegen kompakte Gegner. Der Übergang zwischen den Generationen, die häufige Wechsel der Trainer sowie der Druck der Erwartungen haben dazu beigetragen, dass die psychologischen Barrieren auf dem Wembley-Stadion weiterhin existieren.

Experten betonen, dass die Finale des FA Cups längst keine Formalität mehr für die Favoriten sind. Taktische Disziplin, die Fähigkeit, als „Zweitplatzierte“ zu spielen, sowie psychologische Stabilität sind entscheidende Faktoren. Sowohl „Southampton“ als auch „Chelsea“ verfügen über starke Teams. Doch in den entscheidenden Spielen fehlt ihnen genau jene „letzte DNA“, die große Teams von einfachen, starken Mannschaften unterscheidet.

Kann einer der großen Vereine diesen Teufelskreis durchbrechen? Bis jetzt sagt die Geschichte das Gegenteil. Der FA Cup bleibt ein Turnier, in dem der Status des Favoriten nicht dazu beiträgt, Niederlagen zu vermeiden. „Wembley“ prüft weiterhin die Eigenschaften der wohlhabendsten Vereine der Welt.