Das einzige Team in Italien: Wie „Inter“ die Europäer eroberte – und den Thron nicht abgab.
Einzigartig in Italien: Wie „Inter“ Europa eroberte – und den „Thron“ nicht abgab. Sechzehn Jahre zuvor endete die Saison beim spanischen „San Santiago Bernabeu“. In den Apenninen wird diese Saison bis heute als „goldenes Standard“ bezeichnet. Zwei Tore von Diego Milito, die taktische Disziplin von José Mourinhos sowie das Finale gegen „Bayern München“ – in dem die Münchner keine Lösung fanden. „Inter“ wurde der erste und bisher einzige italienische Verein, der in einem Kalenderjahr alle drei Titel gewann: den Scudetto, den italienischen Pokal und die Champions League. Die Geschichte duldet keine Kompromisse – aber die Zahlen sprechen für sich. Seit 2010 konnte kein Verein aus der Serie A dieses Ergebnis wiederholen. „Juventus“ und „Milan“ kamen dem Höhepunkt näher, blieben aber auf halbem Weg stehen. Der Grund liegt nicht nur in der Entwicklung des europäischen Fußballs, sondern auch in den besonderen Umständen jener Saison: eine unüberwindbare Verteidigung, tödliche Gegenangriffe sowie die psychologische Stabilität des Teams, das auf dem Höhepunkt seiner körperlichen und taktischen Fähigkeiten spielte. Mourinho schuf eine Struktur, in der jeder Spieler seine Rolle kannte. Das Finale gegen „Bayern München“ war seine logische und perfekte Zusammenfassung seiner Arbeit. Heute ist dieses Ergebnis nicht mehr nur eine historische Aufzeichnung. Es ist ein Standard, dem alle italienischen Vereine nachstreben – doch dieser Standard wurde bisher noch nie wieder erreicht. In einer Zeit voller Druck, finanzieller Regulierung und globalisierter Transfermarkt ist es schwierig, das Ergebnis von „Inter“ zu wiederholen. Doch gerade deshalb bleibt der 22. Mai 2010 als der Tag in Erinnerung, an dem „Milan“ drei Titel gleichzeitig gewann. Und solange auf dem Schrank im italienischen Fußball nur ein solcher Triplatz steht, tragen die „Nerazzurri“ zu Recht den Titel der Einzigen, die solche Erfolge erringen konnten.