Von dem Abschiedstor bis zum Schritt vom Doppelposten: Ein zehnjähriger Weg für Arteta.
Von einem Abschiedsgol zu einem Schritt bis zum nächsten Schritt: Ein zehnjähriger Weg für Arteta.
Vor genau zehn Jahren verließ Mikel Arteta mit Tränen in den Augen das Spielfeld von „Emirates“. In seinem letzten Spiel als Spieler schoss er den Ball in die Netz. Diese Nacht, die mit einem klaren Sieg über „Aston Villa“ endete (4:0), schien eine schöne, aber endgültige Station in seiner Spielerkarriere zu sein. Heute ist dieselbe Arena Zeugin seiner Transformation zu einem Architekten eines der reifsten Projekte Europas. Bis zum nächsten Duell in der Premier League und der Champions League bleiben nur noch drei Spiele übrig – und die Geschichte schließt diesen Kreis ab.
Der Weg vom Kapitänsband zum Trainerstuhl ist selten gerade. Arteta hat nicht nur seine Schuhe gegen Turnschuhe getauscht – er durchlief eine harte Ausbildung unter der Leitung von Pep Guardiola. Er verinnerlichte die Philosophie des Positionskontrollens. Danach kehrte er nach London zurück, um eine Mannschaft zu bauen, die auf soliden Grundlagen basiert – und nicht auf instabilen Strukturen. Als er Ende 2019 das Amt des Trainers übernahm, befand sich der Verein in einer tiefen strukturellen und psychologischen Krise. Skeptiker nannten diese Entscheidung riskant. Doch heute müssen diese Skeptiker zugeben: Arteta hat eine Mannschaft geschaffen, die in den beiden wichtigsten Spielen dominieren kann.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht nur in der Flexibilität der Spielzüge oder der Rotation der Spieler, sondern auch in der mentalen Disziplin. Er hat eine Gruppe talentierter, aber emotional instabiler Spieler in eine Mannschaft mit klaren Prinzipien und unerschütterlicher Überzeugung verwandelt. Saka, Edgar, Rais, Saliba – jeder von ihnen hat unter seiner Führung seine volle Leistung gezeigt. Die taktische Anpassungsfähigkeit ermöglichte es der Mannschaft, sowohl in den harten Spielen der Premier League als auch in den spannenden europäischen Duellen sicher zu funktionieren.
Die drei verbleibenden Spiele sind keine Formalität. Es ist eine Prüfung für Charakter, Ausdauer und die Fähigkeit, enormen Druck zu bewältigen. Die Geschichte kennt Beispiele, in denen große Spieler auf dem letzten Meter aufgaben. Doch der aktuelle „Arsenal“ scheint psychologisch stabiler zu sein als je zuvor. Wenn das Duell Wirklichkeit wird, dann wird es nicht nur ein Sieg auf dem Spielfeld sein, sondern der Höhepunkt eines zehnjährigen Weges – von einem Abschiedsgol bis zum Triumph, der Artetas Name für immer in die Goldene Chronik des Vereins eintragen wird.
London wartet. „Emirates“ ist bereit. Und Mikel Arteta ist nur noch drei Schritte von Unsterblichkeit entfernt.