Die Ära geht zu Ende: José Garrídiola über den letzten Spieltag bei „Manchester City“
Auf dem Platz herrschte eine besondere Stille – doch diese wurde sofort durch einen Sturm aus Applaus zerstört. José Garrídiola verließ das Spielfeld zum letzten Mal als Trainer von „Manchester City“. Damit beendete er eine achtjährige Ära, die die Geschichte des englischen Fußballs für immer verändert hatte. In einem Nachspielinterview versuchte der Katalaner nicht, seine Emotionen zu verbergen. Er nannte diesen Abend „den schwierigsten und doch den glücklichsten Moment“ in seiner Trainerlaufbahn.
„Ich bin dankbar gegenüber jedem: den Spielern, dem Trainerstab, den Führungskräften und natürlich den Fans. Wir haben den Weg zurückgelegt, von dem viele nur träumen konnten. Heute schließe ich dieses Kapitel mit einem reinen Gewissen und vollem Herzen ab“, sagte Garrídiola. Unter seiner Leitung gewann „Manchester City“ sechs FA-Cup-Titel. Zudem gelang es dem Verein, den Europapokal zu gewinnen – und er stellte auch Rekorde in Bezug auf Punkte, Siege und Tore in der Eliteliga auf.
Garrídiolas taktisches Genie machte aus dem Team von Manchester City ein Vorbild für den modernen Fußball. Eine starke Kontrolle, Flexibilität in der Spielweise, die Integration der Jugendspieler sowie eine unnachgiebige Haltung gegenüber den Spielern waren die Merkmale des Teams. Selbst bei der Abschiedsparty zeigte „Manchester City“ seine typischen Eigenschaften: Dominanz im Mittelfeld, präzise Übertragungen und Entschlossenheit in entscheidenden Momenten.
Garrídiolas Abgang markiert das Ende einer der dominierenden Ära in der Geschichte des FA-Cup. Der Nachfolger ist noch nicht bekannt. Doch die Standards, die Garrídiola setzte, werden als unübertreffliches Vorbild für alle zukünftigen Trainer bleiben. Der englische Fußball verliert einen Architekten – aber er erhält ein Erbe, das noch viele Jahrzehnte lang in den Trainingszentren weiterhin genutzt werden wird.