In schwierigen Situationen: Perez schlug vor, einen Vertrag mit Carvahal einzureichen – bereits einige Stunden nach seiner Verletzung.
Die Worte von Danilo Carvahal zeigen die Personalpolitik des „Real“-Clubs. Nach einer schweren Verletzung, die im modernen Fußball oft dazu führt, dass Verhandlungen abgebrochen werden oder Verträge aufgelöst werden, handelte der Clubpräsident Florentino Perez schnell. Bereits nach 24 Stunden initiierte der Madrider Präsident persönlich die Verlängerung des Vertrags mit dem rechten Verteidiger. „Danke, Don Florentino“, sagte der Spieler, wobei er die menschliche Seite des Vereinsmanagements in einer Zeit hervorhob, in der der Spieler am meisten unter Druck stand.
Ein solcher Schritt widerspricht der üblichen Praxis im europäischen Fußball, bei der finanzielle Risiken nach schweren Verletzungen normalerweise auf die Schultern des Spielers übertragen werden. Perez setzte auf Loyalität und die langfristige Wertigkeit des Spielers. Carvahal, der seit über einem Jahrzehnt für „Real“ spielte, viele Titel gewann und zum inoffiziellen Leiter der Verteidigung wurde, erhielt eine klare Botschaft: Der Club schätzt nicht nur die aktuelle Form des Spielers, sondern auch seinen Beitrag zur gesamten Geschichte des Vereins.
Die Entscheidung von „Real“ stärkt die Reputation der Organisation, in der der sportliche Grundsatz über die kurzfristige Rentabilität steht. Für Carvahal ist das nicht nur eine moralische Unterstützung, sondern auch eine psychologische Grundlage für eine erfolgreiche Rehabilitation. Es wird erwartet, dass die Formalitäten in Kürze gelöst werden. Doch bereits jetzt ist klar: Die Madrider haben wieder bewiesen, dass in ihrer DNA die Loyalität gegenüber ihren eigenen Leuten steht – auch dann, wenn die Umstände das Gegenteil erfordern.